1. Runway Nightrun am Linzer Flughafen

Als wir davon hörten, dass am Linzer Flughafen ein Lauf stattfinden soll – und dann auch noch um Mitternacht – dachten wir uns sofort: SO EINE SCHNAPSIDEE! – WO KANN MAN SICH ANMELDEN? Wir – das waren Christina Jürgen und ich, die als Dreier-Team der „Wingless snails“ an den Start gehen wollten. Christina musste dann aufgrund einer plötzlichen Erkrankung absagen und so blieben Jürgen und ich übrig. Da es jedoch auch eine Einzelwertung gab, konnten wir das Unternehmen trotzdem in Angriff nehmen.

Die Startunterlagen hatte Jürgen bereits am Vortag abgeholt. Als ich um 21:00 Uhr am Flughafen ankam, waren die Parkplätze bereits gut ausgelastet (der Sprecher sollte nachher von ca. 3.300 Teilnehmern berichten). Treffpunkt für die meisten Teams war in der Abflughalle, die Check-in Schalter wurden kurzerhand zur Startnummernausgabe genutzt. Es gab dort auch eine kleine Veranstalter-Messe, auf der ich einige bekannte Gesichter traf. Ein kleiner Stand mit Laufschuhen, Polar-Uhren und auch das Team vom Sportgetränke-Hersteller Headstart war vertreten. Jürgen kam kurz nach mir am Flughafen an und wir folgten sodann dem Läuferstrom zu einem nahe gelegenen Hangar, in dem eine Menge Biertisch-Garnituren vor einer großen Bühne aufgebaut waren. Um den Teilnehmern die Wartezeit zu verkürzen spielte eine Band, es gab Getränke – kurz, die Organisation war perfekt. Dort traf ich auch Helga, die mit Ihrem Honeder-Team und auch als Sponsor der ausgezeichneten Marathoni-Weckerl auf vielen Veranstaltungen zu finden ist. Von den LC-Linzern waren auch Elisabeth Stöttner und Andreas Stöckl, in verschiedenen Teams dabei. Ich bitte um Entschuldigung, falls mir der eine oder andere beim Durchstöbern der Ergebnislisten entgangen sein sollte.

Ab 23:00 begann der Sicherheits-Check beim Betreten des inneren Flughafenareals (Flüssigkeiten, spitze Gegenstände, Walking-Stöcke und Rucksäcke waren verboten). Der Start-Zielbereich war hell ausgeleuchtet und der Sprecher verkündete, dass auf der Stecke einige hundert Lampen für eine gute Beleuchtung sorgen würden. Als um kurz nach Mitternacht der Startschuss fiel, lief die Masse der Läufer auf das Rollfeld hinaus und wurde bereits nach kurzer Zeit vom Dunkel verschluckt. Ich konnte rund um mich nur einige Läufer und das angestrengte Schnaufen und die Schritte von vielen anderen wahrnehmen. Die enorme Breite des Rollfeldes machte die Startphase vergleichsweise einfach, üblicherweise muss man sich im ersten Teil der Strecke erst an vielen langsameren Teilnehmern vorbeiquetschen, hier konnte man sofort sein eigenes Tempo finden. Ich hoffte nur, dass die für mich sichtbaren Läufer jeweils wieder jemanden vor sich hatten, dem sie folgten, sonst wären wir alle irgendwo mit Karacho in einen Zaun gedonnert. Die Beleuchtung bestand -mit Ausnahme der Wendepunkte – die von den hell erleuchteten Fahrzeugen der Flughafenfeuerwehr markiert wurden – nämlich nur aus den „normalen“ im Boden der Landebahn eingelassenen Scheinwerfern, die eigentlich auch noch unangenehm blendeten. Die Finsternis erschwerte auch das Abschätzen der eigenen Geschwindigkeit. Nach dem Passieren der zweiten Wende konnte man in der Ferne aber dann das Ziel und den endlosen Läuferstrom, der darauf zustrebte, erkennen. Dort angekommen, bekam ich von einer netten jungen Dame eine schöne Erinnerungsmedaille überreicht, suchte meinen Laufkumpel Jürgen, der kurz vor im Ziel angekommen war, und fuhr dann nach Hause, wo ich nach einem 21 Stunden Tag todmüde ins Bett fiel. Alles in Allem ein tolles Lauf-Erlebnis, das man unbedingt mal gemacht haben sollte.

Weil ich wie üblich die Sieger weit vor mir hergetrieben habe, sei hier nur kurz erwähnt, dass Christian Pflügl und Bernadette Schuster die schnellsten waren.

Ergebnisse unter: www.runwaynightrun.at.

(Bericht von Gert Pointner und Fotos von Jürgen Pleich)

 

 

Ein Kommentar

  1. Anna sagt:

    „So eine Schnapsidee!“ Dasselbe hab ich mir auch gedacht, als ich heute von diesem Lauf erfuhr. Und seitdem sitze ich vor dem PC und google die Ergebnisse bzw. die Erfahrungsberichte vom letzten Jahr. Und auch dieser Bericht hat mich erneut überzeugt, dass ich mich unbedingt für den runway nightrun 2016 am Linzer Flughafen anmelden muss!
    Bin schon sehr gespannt und freu mich auch sehr darauf 😀

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