Berlin Marathon 2012 – der Lauf für persönliche Bestzeiten

Eigentlich machte ich im Vorfeld des Marathons so manches falsch, aber irgendwie zählt es vielleicht doch nicht so viel. Am Samstag vorm Marathon absolvierten wir (meine Freundin Monika und ich) eine Hardcore Sightseeing Tour und abends besuchten wir einen Mexikaner, der mir am Sonntagmorgen einen leichten Durchfall brachte.

Am Sonntag frühstückten wir so um halb sieben um uns danach wieder ein bisserl ins Bett zu legen. Um 8:20 Uhr machten wir uns auf den Weg. Einlaufen geschah vom Hotel zum Start etwa 2km. Monika brachte ich noch zum Sektor E und ich ging (etwa fünf vor neun), nach einen kurzen Check ob die Muskeln eh wollen, in den Sektor C (sub 3 Stunden). Im Sektor ging ich langsam nach vorne in der Hoffnung Freunde (Wolfi, Didi, Gerold der später zweitbester Österreicher werden sollte) zu sehen. Vor lauter schauen stand ich schon im Sektor B, aber das passte schon.

Die Bedingungen waren perfekt. Temperatur so um die 15°C glaub ich, leicht bewölkt, leichter bis mäßiger Wind.

Die ersten Kilometer kam ich gut weg und ab dem dritten Kilometer hängte ich mich bei einem Läufer in den Windschatten. Bei Kilometer 13 hatte ich das Gefühl nach vorne zu gehen, allerdings nur drei Schritte der Wind war mir zu stark und ich versteckte mich wieder. Bis Km 14 lief ich im Windschatten etwas knapp über vier Minuten pro Kilometer. Ab Kilometer 14 wurde mein Vordermann langsamer (4:20/Km) und ich rechnete mit einer Endzeit so zwischen 3:05 und 3:10 – genau weiß man ja nicht was passiert.

Bei Kilometer 16 flog ein Läufer vorbei und ich flog mit. Es war so geil. Ich sah nicht oft auf die Uhr aber mein Vordermann und ich waren nur am Überholen. Mein Ziel war es bis Kilometer 28 (2/3 des Rennens) an dem Burschen dran zu bleiben.

Der Wahnsinn es kam Kilometer 28 und ich war noch immer dran. Also durfte ich jetzt einen Gang runterschalten und endlich mal alleine laufen. Überraschung viel langsamer wurde ich nicht.

Bei Kilometer 34 war mir klar – heute passt es wieder für eine sub 3. Ab Kilometer 38 fiel mir das Laufen schon ein bisserl schwerer und ich wurde auch langsamer, wobei die meisten um mir und vor mir noch langsamer liefen. Bei Kilometer 41 sah ich die Möglichkeit unter 2:55 zu bleiben, das heißt jetzt noch etwa gut vier Minuten hart bleiben. Naja was soll ich sagen es hat geklappt.

2:54:51!

Diese Zeit wird meine persönliche Bestzeit bleiben.

Rückblickend war es die Entscheidung bei Kilometer 16 das Risiko einzugehen und mit dem schnellen Läufer mitzugehen der Unterschied zwischen einer Zeit von etwa 3:05 oder der tatsächlichen Zeit.

Das Glück zu haben einen idealen Lauf zu erwischen und die äußeren Bedingungen perfekt sind bzw. auch noch eine sehr schnelle Strecke zu haben ist nicht die Regel. Beim Berlin Marathon war es so (zumindest bei mir) und ich würde es jeden gönnen auch einmal solch ein Marathonerlebnis zu haben.

 

Breicht von Mike Scheuringer.

 

3 Kommentare

  1. jk / Hello,I agree with the comments about Dr. Girish Pandit. Excellent doctor and an amazing person. He is one of those doctors who really cares for their patients and treat them as humans. 10/10…for Dr. Girish Pandit.

  2. Jag hÃ¥ller helt med om "familjen Jiabao" – fast det har väl inget med engelskans starka ställning i Sverige att göra.

  3. http://www./ sagt:

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