Blasenbehandlung

Frage von Angelika G.: In Ihrer Laufsportausgabe vom Juni 2008 wurden Hautprobleme beschrieben, die beim Laufen auftreten können, unter anderem Blasen an den Füßen. Aber Ihre Aussage ist nicht ganz richtig. Blasenpflaster werde nicht herunter gerissen, sonder an den Stellen belassen bis sie sich von selbst ablösen. Daher fällt das Risiko des Aufreißens der Haut weg. Zweitens können Wunden in einem feuchten Millieu wie unter einem Gelpflaster viel besser und schöner abheilen, das beim Austrocknen und das Infektionsrisiko wird gesenkt. Ich bitte um eine Antwort und eine Stellungnahme.

ANTWORT: Das ist eben aus ärztlicher Sicht das Problem, das Blasenpflaster an den lädierten Stellen belassen werden, bis sie sich von selbst ablösen. Etwaige Infektionen werden dadurch oftmals zu spät erkannt und benötigen dann viel länger, um gänzlich abzuheilen. Das akute Wunden bei ansonsten gesunder und funktionstüchtiger Haut in einem feuchten Milieu besser abheilen können, wie es die Pflasterhersteller in der Werbung behaupten, ist nicht richtig. Viel sinnvoller ist eine regelmäßige Wundkontrolle und regelrecht durchgeführte Desinfektion, um eine bestehende Infektion frühzeitig zu behandeln bzw. gar nicht erst aufkommen zu lassen. Deshalb ist ein Verband notwendig, welcher sich leicht und ohne Beschädigung der schützenden Blasenhaut lösen lässt.

Dr. Andreas Dallamassl