Das kann doch einen Linzer nicht erschüttern

Was kann einen Linzer, genau LC-Linzer nicht erschüttern? Zumal in diesem „Sommer“ ? Richtig, die Wettervorhersage. So schaute es auch für dieses Wochenende nicht allzu gut aus, zumindest im südlichen Bergland, in dem wir ja vorhatten uns zu „ergehen“.

Für Bad Ischl und seinen Hausberg, oder auch neomarketingtechnisch „Herzberg“ genannt, waren für den Samstag genügend Regenschauer angesagt, die einen Nicht LC-Linzer bewogen hätten, abzusagen. Wir taten es nicht und taten gut daran, denn besser – zumindest für eine Bergwanderung – hätte das Wetter kaum sein können. Nicht zu warm, ab und zu ein paar Sonnenstrahlen und kein Tropfen Regen.

Leider waren noch einige im Urlaub, zwei wurden krank und daher blieb das Häuflein der Aufrechten auf 8 Personen beschränkt, die aber nicht weniger Spaß hatten. Als da waren: die komplette Großfamilie Stöckl (Daniela, Lukas und Andi), KleinfamilienMichaelis (Bettina und Lutz) und Kastenhofer-Pfeiffer (Claudia und Walter) sowie last but not least unsere bewährte Kleinstfamilie Gert.

Eine nette Überraschung erlebten wir noch am Vortag, als Helga Honeder leider absagen musste, aber quasi als Ersatz für eine Riesen-Ausstattung an Frühstücksweckerln sorgte, die wir uns ofen- frisch in der Früh in einer Filiale abholen durften. Nochmal vielen Dank, Helga.

Alle Übriggebliebenen trafen sich pünktlich um 10:00 Uhr und stiegen sogleich in die Wand ein. Ist ja nicht so, dass eine Wanderung eben sein muss, aber die Katrin ist grade am Anfang (siehe unter steilster Berglauf Europas) eine ziemlich steile Frau, beruhigt sich dann aber doch etwas. Nach und nach bildeten sich Gruppen, die im eigenen Tempo in Richtung Mittagessen – auf der Alm – strebten. Die beiden Schnellen – Walter und Lutz – schauten noch am Gipfelkreuz vorbei, um bei ihrer Rückkehr auf die Alm bereits alle anderen vollzählig beinander zu finden. Nach einer gemütlichen Gipfeljause beschlossen wir, im Verhältnis 4:4 an den „Rückgang“ zu gehen. Vier zu Fuß und vier mit der doch schon sehr in die Jahre gegangenen Kabinenbahn – die Bodenbretter schauten nicht mehr allzu widerstandsfähig aus, hielten aber.

Unten angekommen – die Kabinenfahrer siegten klar – kultivierten wir uns und ab gings in Ischls feinste Adresse, was Café und Kuchen, aber auch Pikantes angeht, nämlich zum Zauner. Und siehe da, immer noch war‘s so schön, dass wir sogar im Gastgarten am Traunufer Platz nehmen konnten. Nach zweistündiger Labung und Tränkung deckten wir uns noch mit einigen Stollen, dem berühmtesten Produkt von Zauner, ein und verließen den gastlichen Ort.

Und die Moral von der Geschichte? Viel zu viele machen sich auch am Wochenende in der Freizeit Stress. Da wirkt so ein „Entschleunigungs-“ Tag wie dieser Wunder. Probiert‘s doch einfach mal.

Bericht von Lutz Michaelis

„Zaun(er)“-Gäste

 

„Hopfen“-Kompott

„Gipfel“-Stürmer

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