Der Halbmarathon in Untermühl – immer eine Reise wert!

Der 26.Oktober bedeutet für den ambitionierten Läufer seit vielen Jahren – auf zum Halbmarathon am Nationalfeiertag in Untermühl an der Donau, wo es der Freiwilligen Feuerwehr immer wieder gelingt, einen sensationellen Lauf – was Stimmung, Strecke, Besetzung, Organisation an-geht – auf die Beine zu stellen.

Ich hatte zwar schon etliche Trainingsstunden auf dieser Strecke verbracht, es aber noch nie zum Bewerb selbst geschafft. Der Grund unserer Anwesenheit war, wie meist in Untermühl aufgrund der flachen und abwechslungsreichen Streckenbeschaffenheit, eine Bestzeitenjagd.

Unser neuestes Mitglied Tarek, grade mal 21 Jahre alt, hatte beim Graz Marathon versucht, die magische 1:30 Stunden-Marke bei der halben Distanz zu unterbieten, war aber gescheitert. Strecke und Temperatur ließen es nicht zu. Da bot sich der Untermühler Lauf geradezu an und nach einem lockeren Trainingslauf war ich sicher, dass er die Zeit packt.

Beste Bedingungen, etwas kalt vielleicht, aber warm wird’s einem eh gleich, ein riesiges Läuferfeld und alle bester Laune. Siegkandidaten gibt’s eigentlich nur einen, wenn Franz Springer auftaucht – und so war es dann auch. Weiters die üblichen Verdächtigen: Christian Sumereder, einer der besten österreichischen 50er, Bernhard Mandl, Urgestein und vor zwei Wochen in München mit 2:45 im Ziel. Beide finishten unter 1:15 Stunden, dabei noch Joungster Martin Haas. Anfangs hatte auch unser Benni Klingler mitgemischt, war lange an zweiter Stelle, musste aber dann froh sein, mit 1:18 ins Ziel zu kommen. Kopf hoch, Benni, es läuft nicht jeder Tag gleich gut.

Zurück zu Tarek: Los ging‘s in einer großen Gruppe, die uns gleich etwas einbremste und so genügend Kraft für die zweite Hälfte übrigließ. Ab km 15 wurde es dann richtig schnell, mit teilweise km-Zeiten unter 4 Minuten. Raus kam ein Negativsplit von über einer Minute und die fabelhafte Endzeit von 1:27:52 Stunden und der 5. Endrang in seiner Klasse. Mit dabei auch unsere Freundin Laetitia, die ebenso einen formidablen Lauf mit 1:28:15 Stunden ablieferte. Vorher musste ich sie jedoch einige Male aufgrund ihrer „Annäherungsversuche“ bei Tarek zurechtweisen. Auf meine Drohung, sie beim nächsten Mal in die Donau zu schmeißen, antwortete die flotte Französin mit einem lapidaren „Kein Problemme, ich kanne schwimmön.“

In der Ergebnisliste (leider nicht vor Ort) habe ich noch zwei LC Linzer gefunden, die die guten Bedingungen genutzt haben: Antje Lösch in 1:47:43 Stunden sowie dem nach seinem Unfall wieder gesundeten Corrado Rocchetti in sehr guten 1:41:47 Sunden (Schnitt 4:49min/km).

Gratulation an alle, die ihr Ziel erreicht haben, vor allem auch an die Veranstalter. Einen derart reibungslosen Verlauf – vor allem im Start-Zielbereich, wo ja wirklich nicht viel Platz ist, zu gewährleisten, bedeutet das nahtlose Ineinandergreifen aller Helfer und eine perfekte Logistik.

Bericht von Lutz MICHAELIS

Antje Lösch 1:47:43

Corrado Rocchetti 1:41:47

Lutz Michaelis 1:27:51

Tarek Elsherif 1:27:52

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