Die TOR-tour de Tirol 2011

Sieben LC Linzer wussten es besser, folgten aber trotzdem ihrem „Guru“ und Tour de Tirol-Veteranen Andreas Dallamassl zur diesjährigen Tor-Tour de Tirol, ins beschauliche (wenn nicht gar stille) Örtchen Söll. Seit dem 12. August konnten wir mit einer kurzen Unterbrechung einen herrlichen Altweibersommer genießen, warum sollte es also gerade dieses Wochenende anders werden ?

Nun – darum.

FREITAG – DER SÖLLER ZEHNER (oder Neuneinhalber oder Neunzweier oder… egal)

Freitag abends begann die Veranstaltung mit einem sehr stark kupierten Zehner, dem allerdings der eine oder andere Meter abhanden gekommen war. Alle LC Linzer kamen gut durch, bei unserem Gesamtstarter Andreas Dallamassl kristallisierte sich bereits ein hohes Ziel heraus, nämlich ein Stockerlplatz in seiner Klasse. Das Duell um den zweiten Platz mit dem Pregartner Hans Lengauer hatte seinen Anfang genommen. Immer auf Schlagdistanz, aber nie ganz dran an seinem Konkurrenten, fehlten am Ende ca. 2min – und beide waren froh, dass sie sich gegenseitig zu einer derartig guten Leistung gepusht hatten. Harald Schrenk holte in der starken M45 Platz 3.

SAMSTAG – DER KAISER „ZWEIDRITTEL“-MARATHON

2 Grad morgens im Ort, Minusgrade auf dem Berg, der noch garniert war mit 70cm Neuschnee – zumindest im Wunschziel des Marathons – auf der Hohen Salve. So kam es, wie es kommen musste: Eine Alternative musste her, und die lautete: 3x hoch auf das Hexenwasser und dreimal wieder runter.

Für müde Muskeln, die am Tag danach noch einen Halbmarathon bewältigen müssen, keine lustige Vision. Als es dann auch auf 1.200m wie wild zu schneien begann, hatte die – sehr umsichtige – Organisation ein Einsehen und ersparte den durchgefrorenen Läufern die dritte Runde, sodass nur 28,5 km gelaufen werden mussten. Mehr als genug, dachten nicht nur die Zuschauer. Andreas wieder im Duett hinter Hans. Wieder mit einer sensationellen Leistung und, mit etwas Reserven beim Bergablaufen, glücklich im Ziel – und wir mit ihm, waren wir doch vor Ort am höchsten Punkt der Strecke. Dort mussten wir miterleben, wie sich eine grüne Wiese durch 20cm Neuschnee innerhalb einer guten halben Stunde in eine Skipiste verwandelte!

 

Andreas kurz vor dem höchsten Punkt

Und schon geht’s wieder runter
 

SONNTAG – DIE ENTSCHEIDUNG BEIM HALBMARATHON

Sonntag sollte sich das Wetter bessern, allein das Wetter hatte anscheinend beim Wetterbericht nicht aufgepasst. Gut, dass der Halbmarathon erst um 13:00Uhr gestartet wurde, gut auch für ca 100% der Teilnehmer, die ihre malträtierten Muskeln noch etwas streicheln konnten. Auch Andreas plagte einiges, was ihn und seinen Konkurrenten jedoch nicht daran hinderte, diverse Psychotricks auszupacken. Doch auch nach hinten muss man sich absichern. Dazu konnten wir einen LCA Hochschwabler verwenden, der mit uns in der Pension wohnte und uns bereitwillig über Stärken und Schwächen seines 3min hinter Andreas lauernden Kollegen Auskunft gab.

Der langen Rede kurzer Sinn: sowohl Andreas als auch Hans ließen nichts anbrennen, liefen auf dem – zuschauerfreundlichen – 6-Rundenkurs mit 1:24 bzw. 1:25 Std. Bombenzeiten und ließen den Steirer weit hinter sich.

Siegerehrung Gesamttour (Andreas ganz links)

Siegerehrung M 50 mit Maria Wohlschlager

EINZELRENNEN HALBMARATHON
oder die PREISFRAGE: Wie finde ich in einem eh schon so ruhigen Ort ein stilles Örtchen ?

Harald war auf den Geschmack gekommen und hatte sich noch zu einem abschließenden Einzelstart im Halbmarathon („kontrollierter Trainingslauf“) entschlossen. Wie bei kontrollierten Trainingsläufen üblich, fand sich Harald dann auch schnell in der Spitzengruppe wieder.

Sieger dieses Laufes war übrigens ein Ungar in 1:10:10 Std.

Leider musste Harald aufgrund „interner Mißstimmungen“ seine Prioritäten ändern und die Frage (siehe oben) lösen, was er auch schaffte – allerdings mit gut 2min Zeitverzögerung („Türen gehen immer so auf, wie man es nicht vermutet“). Unter diesem Aspekt verdienen die 1:20:13 Std. höchste Anerkennung. Platz 1 in der M45 verfehlte er trotzdem nur ganz knapp.

Halbmarathon Harald SCHRENK

Halbmarathon Andreas DALLAMASSL

Andreas wurde 5 Min. später von seiner jubelnden Anhängerschar in Empfang genommen – nächstes Jahr werden übrigens wir alle 7 die gesamte Distanz laufen … das haben wir uns zumindest vorgenommen (ist ja noch lange hin).

FAZIT

Die Stimmung war bei allen Teilnehmern trotz miesem Wetter extrem gut, die täglichen Siegerehrungen vom feinsten und immer sehr zügig abgewickelt. Gesamtsieger wurden mit Tagessiegen an allen drei Tagen (absolute Novität) die Schweizer Favoritin Jasmin Nunige (Nünisch) und der Ungar Adam Kovacs, die beide am abschließenden Halbmarathon mit 1:08:30 und 1:14.57 Std. noch jede Menge Körner bewiesen.

Die Organisatoren bewiesen sehr viel Fingerspitzengefühl und hatten für die Zuschauer sehr schöne Strecken ausgesucht. Einzig die Vermessung war ein kleiner Wermutstropfen. Möglicherweise musste dies durch die diversesten Verlegungen/Baustellen in Kauf genommen werden, tat aber dem sehr positiven Gesamtbild keinen Abbruch.

UNSER FAZIT

Söll – wir kommen wieder 2012. Zumindest wir sieben – als da waren: Ulli Puchner, Ursula Dallamassl, Bettina Michaelis, Gert Pointner, Andreas Dallamassl, Harald Schrenk und Lutz Michaelis.

Star "Dalla" mit Fans – alle LC Linz

Sonntagabend-Wetter – no na.

 

Hier geht’s zu den Ergebnissen.

LAUFEND GESUND – ANDREAS DALLAMASSL – wenn es eines Beweises bedurfte…..

 (Bericht von Lutz Michaelis)

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