Ostrava (Halb-) Marathon 2014

Am Freitag, dem 26.9. 2014, brach eine kleine Abordnung des LC Linz auf, um im äußersten Nordosten Tschechiens – nahe der Grenze zu Polen – den Halbmarathon in Ostrava in Angriff zu nehmen. Die Idee dazu stammte von unserem Freund Herbert, der ein eifriger Sammler von Marathons in aller Welt ist. Er wird wohl demnächst an der 100 Marathon-Grenze ankommen und hat sich auch diesmal wieder für die Marathonstrecke entschieden. Zudem hat Margot in Ostrava verwandtschaftliche Bande, und so wurde der Wochenend-Kurzurlaub in die Tat umgesetzt.

Ebenso wie die Internet-Anmeldung auf der nur in tschechischer Sprache verfügbaren Homepage des Veranstalters, erwies sich auch die Reise als echte Herausforderung, da auch das Navi in Geralds Audi mit den dortigen Straßenverbindungen so seine Probleme hatte. Schließlich erreichten wir dann aber doch noch rechtzeitig unser Ziel in Ostrava und machten es uns im Park Inn Hotel gemütlich. Eine weitere Challenge erwartete uns Samstag früh, da den spärlichen Informationen der Marathon-Homepage zwar das zu erwartende Preisgeld für die Sieger, aber nichts über den Ort der Startnummernabholung oder den Start zu entlocken war. Auf der Fahrt in die Innenstadt entdeckte ich dann aber einige Personen, die mit der Aufstellung des Blow-Up Startbogens beschäftigt waren. Wir hatten den Veranstaltungsort also gefunden! Die Abholung der Startunterlagen verlief zügig und reibungslos und für ein Startgeld von umgerechnet etwa 14 Euro für den Halbmarathon (28 Euro für die volle Distanz) erhielt man unter anderem ein ordentliches Funktionsshirt und im Ziel eine schöne Medaille.

In der Früh hatte es noch kräftig geregnet, doch zur etwas ungewöhnlichen Startzeit am Samstag um 12:00 Uhr war es trocken – und gegen Ende des Halbmarathons sollte sich sogar die Sonne zeigen. Die Strecke führte uns in einer 2x (Marathon 4x) zu durchlaufenden Runde vom Hauptplatz über die Altstadt mit schönen alten Bürgerhäusern in die nicht ganz so sehenswerten Stadtteile Ostravas. Charakteristisch für den Streckenverlauf war das geringe bis gänzlich fehlende Zuschauerinteresse, die langen Geraden mit Gegenwind, der Dieselgestank und die knackigen Anstiege bei den zu überwindenden Brücken. Margot und Gerald liefen vorne weg und ich versuchte meine Geschwindigkeit so zu wählen, dass ich vielleicht doch unter 2 Stunden ins Ziel kommen könnte. Das ist mir aber mal wieder gründlich mißlungen. Mein Highlight war die letzte Runde über den Hauptplatz, auf dem mich unser jüngstes Vereinsmitglied Marc begleitete.

Nach dem Lauf gönnten wir uns noch ein Abendessen in einem Restaurant in der Stadt, in dem die Speisekarte auf tschechisch war und die Kellnerin nur tschechisch sprach, sich aber zu helfen wusste. Sie holte kurzerhand die Rezeptionistin des dazu gehörenden Hotels zu Hilfe. Auf Englisch konnten wir dann schließlich unsere Bestellung „ausdeutschen“. Gestärkt traten wir anschließend die lange Rückreise (wiederum versehen mit einigen Navi Umwegen) in die Heimat an.

Fazit: Wer wegen der schönen Strecke und der tollen Stimmung unbedingt zum (Halb-) Marathon nach Ostrava wollte, der hätte sich die Reise heuer sparen können. Laut Auskunft von Herbert hat der Veranstalter aber für nächstes Jahr einige Veränderungen angekündigt.

Es gibt auch einen Bericht von Herbert und die Ergebnisse findet man auf der Veranstalter-Website.

Bericht von Gert Pointner mit Fotos von Herbert Orlinger

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