LAUFEN UND KÄLTE

Laufen und KälteLaufen ist prinzipiell ein Ganzjahressport und kann bei Verwendung von laufgerechter Funktionsbekleidung auch im Winter ohne Probleme genossen werden.

Eine Funktionsbekleidung ist durch mehrere Schichten gekennzeichnet (Zwiebelschalenprinzip), wobei die inneren Schichten den Schweiß vom Körper wegtransportieren und die äußeren Schichten Wind, Kälte und Nässe von der Körperoberfläche fernhalten sollen. Da sehr viel Körperwärme über den Kopf verloren geht, soll dieser durch eine entsprechende Kopfbedeckung besonders vor Kälte geschützt werden.

Bis zu Außentemperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt treten dadurch in der Regel bei gesunden Läufern keine Probleme auf und regelmäßige Aktivität im Freien wird sich positiv auf das Immunsystem auswirken. Zwischen –5° C und – 15° C kann es je nach individueller Empfindlichkeit zu Problemen besonders im Bereich der Atemwege kommen, sodass durch Betonung der Nasenatmung die kalte Luft entsprechend angewärmt werden soll. Da dies bei größerem Sauerstoffbedarf immer schwieriger wird, sind höhere Laufgeschwindigkeiten (abhängig natürlich vom Leistungsniveau) bei extremer Kälte nicht zu empfehlen.

Langsames gemütliches „Traben“ ist jedoch bei Temperaturen bis zu – 15° C bei den meisten gesunden Menschen problemlos möglich, noch kältere Temperaturen eignen sich für bedenkenlos durchzuführende sportliche Aktivitäten im Freien im Allgemeinen nicht mehr.

Dr.Andreas Dallamassl, LC-Linz

Dr. Andreas Dallamassl