Von Linz nach Melk …

Eine Einladung und die Teilnahme am 24-Stundenlauf in Irdning 2013 ließ die Idee entstehen, längere Läufe im kleinen Rahmen abzuhalten und, wenn auch nicht in einem Stück, doch in 24 Stunden von A nach B zu laufen. Für´s Erste beschloss ich, vorab mit kleinem Marschgepäck/Rucksack zu trainieren und schloss mich damit unserem mittlerweile zu einem Fixpunkt gewordenen Lauftreff an. Da dies ganz gut funktionierte und ich zunehmend den Eindruck hatte, dass auch längere Distanzen möglich sind, erzählte ich meinem Freund Manuel davon, der spontan anbot, mich am Fahrrad zu begleiten, wodurch sich plötzlich die Möglichkeit auftat, das Gepäck am Fahrrad zu verstauen und laufend nur das eigene Gewicht bewegen zu müssen. Fortan ging es darum, einen geeigneten Termin und die richtige Laufstrecke zu finden. Rasch war klar, dass A=Linz, B=Wien und die Laufstrecke der Radwanderweg zwischen beiden sein würde. Die Idee fand mittlerweile auch bei Lauftreff-Freunden Anklang und so freute ich mich sehr, als sich Gert bereit erklärte, etappenweise dabei zu sein und so für Unterhaltung, Motivation und Spaß zu sorgen. Bei der Suche nach einem geeigneten Termin einigten wir uns auf das Wochenende um den 21. Juni, da davor aufgrund des Zwickeltags und danach aufgrund von Urlaubsabbau Zeit war. Allerdings kamen ungeplante Freitagstermine, Nachtdienst von Freitag auf Samstag und ´Montag-doch-arbeiten´ dazwischen – wodurch wir zwar beim Wochenende blieben, uns aber bereits damit anfreundeten, es nicht bis nach Wien zu schaffen. Immerhin wollten wir auf Spaß und landschaftliche sowie kulinarische Genüsse keinesfalls verzichten.

So ging es am 21. Juni um 10:00 Uhr, nicht ohne vorher noch gemeinsam einen Frühstücks-Kaffee zu genießen, in Linz los. Überaschend schloss sich Margot beim Pleschinger See an und so setzte sich unsere kleine Gruppe (Margot, Manuel, Gert, Walter) in Bewegung. Am Weg nach Steyregg motivierten uns noch Lauf- und Laufclub-Freunde. Ein kleines Pläuschchen mit Claudia und Petra, die bereits auf Ihrem Weg zurück nach Linz waren, ging sich auch noch aus. Gut gelaunt und bei bestem Wetter peilten wir den nächsten Halt, Stainzing Bahnhof an, wo uns Margot und Gert verlassen mussten.

Auf uns gestellt und ohne Stimmungsaufheller (Margot, Gert) beschlossen wir in Mauthausen einen Pause einzulegen und Boxen für den Radio zu kaufen. Danach ging es aber konsequent weiter – so konsequent, dass wir glatt das Mittagessen übersehen haben. Unser Tagesziel, nach der illegalen Durchquerung einer Schottergrube und vielen schönen Kilometern, lautete Mettensdorf, wo man nächtigen und jausnen können sollte. Kurzum: Dem war nicht so, und so fanden wir uns um 16:00 Uhr bei einem Glas hausgemachten Most in einem Gespräch mit dem Ehepaar Froschauer auf deren Bauernhof wieder. Danke für die Erfrischung Fr. Froschauer! Aber auch Hrn. Froschauer gebührt Dank, da er uns die ‚Sturmmühle‘ als Quartier nicht nur empfohlen hat, sondern auch dort anrief und uns mit seinem Jagd-Pickup 5 km zum Kulturzentrum ‚Sturmmühle‘ chauffierte – inkl. abenteuerlicher Überquerung eines unbeschrankten Bahnübergangs mit herannahender Lokalbahn. Damit aber nicht genug, erhielten wir vor Ort eine Privatführung durch den erst vor einer Woche eröffneten Themenpark ‚Landleben Strudengau‘, welcher uns einen Einblick in die Lebens- und Arbeitsweise des Bauernstandes vor 100 Jahren verschaffte. Wir dankten ihm mit einer Einladung zum Bier (und natürlich der Möglichkeit für zwei Stunden von daheim wegzukommen – beides nahm er dankbar an) und begaben uns nach einer Brettljause mit Blick auf die Burg Clam am späten Abend zu Bett.

Der nächste Morgen begann mit Vorbereitungen für den Lauftag und einem energiereichen Frühstück. Die Stimmung war nach wie vor gut und steigerte sich sogar noch, als sich Gert – diesmal als Radfahrer – anschloss und auch den zweiten Lauftag mit uns einläutete. Der Weg nach Grein führte uns nach einigen Bergwertungen durch Wälder und über Wanderwege mit wunderschönen Ausblicken. Zwischen Grein und Persenbeug wurde auch die Sonne hartnäckiger und zwang uns nach einem weiteren Halbmarathon zu einer Pause in einer kleinen Gartensiedlung am Donauufer, wo uns ein nettes älteres Ehepaar die Wassertanks auffüllte und uns die Benützung Ihres Badestrandes gestattete. Die Versuchung war groß, den beiden ihr zum Verkauf stehendes Motorboot abzunehmen und den restlichen Weg auf dem Wasserweg zurückzulegen. Leider konnten wir die dafür geforderte Summe trotz Zusammenführung unserer Barschaft nicht aufbringen, woraufhin wir erfrischt bis Persenbeug zum Mittagessen durchhielten. Bei einem ausgezeichneten Mittagessen im Gasthaus Böhm wurde noch gemeinsam gescherzt und gelacht. Danach war aber Schluss mit Lustig, einerseits weil uns Gert wieder verließ und die Sonne immer weniger Erbarmen zeigte. Vor uns lagen noch rd. 21 km Tagesziel und die Gewissheit, dass der Besuch eines Freundes aus gesundheitlichen Gründen und somit die Nächtigung bei ihm ausfallen würde. Mit ein paar kleineren Pausen haxelten wir zielstrebig Richtung Melk und hatten schon sehr bald die wunderschöne Kulisse des Stifts Melk vor uns. Nach Abwägung aller Fakten und mit dem Wissen, bereits rd. 100 km gemacht zu haben, entschieden wir bei Pöchlarn die Donau zu überqueren und in Melk unserem schönen und erfolgreichen Ausflug ein würdiges Ende zu setzen. So oder so wäre in Melk Schluss gewesen, da mittlerweile das Material derart strapaziert war, dass unser Transportfahrzeug einen Kilometer vor Melk einen Platten erlitt und trotz höchst professioneller Reparaturausrüstung nichts mehr zu retten war. So musste auch Manuel den letzten Kilometer zu Fuß zurücklegen und wir ließen uns gegen 17:00 Uhr im ersten Gastgarten in Melk nieder. Nach ein paar isotonischen Getränken ging´s zum nahegelegenen Bahnhof und ein rührseliger Abschied krönte diesen kleinen, feinen und nicht besser machbaren Ausflug. Für Manuel ging´s nach Wien, für mich zurück nach Linz – inklusive verpatztem Umstieg in Amstetten, was mir aber den Verzehr einer der besten Pizzen der letzten Monate bescherte. Wie so oft in den letzten Tagen, hatte es der Zufall nicht schlecht gemeint.

Ich möchte mich besonders bei Manuel – ohne den es, noch dazu so entspannt, in der Form gar nicht möglich gewesen wäre, zudem deshalb weil ich mir durch ihn zu jeder Zeit sicher sein konnte stets in bester medizinischer Obhut zu sein, bei Gert – den ich bei diesem kleinen Abenteuer nicht hätte vermissen wollen, der durch Elan, Witz und seine Gesellschaft gute Laune verbreitete, bei Margot – für ihre Gesellschaft auf den ersten Kilometern, Dank gebührt aber auch Claudia – weil sie, mittlerweile selbst eine ausdauernde und überzeugte Läuferin, mich immer unterstützt und motiviert. Danke Euch allen!

Fazit: 100 km mit Freunden in ca. 12 Stunden, verteilt auf 2 Tage in schöner Umgebung und traumhaftem Wetter – absolut empfehlenswert! Da geht noch was – nächstes Mal von Melk nach Wien? Wer Lust bekommen hat ist herzlich willkommen, ob zu Fuß oder am Rad.

Bericht von Walter Pfeiffer

6 Kommentare

  1. http://www./ sagt:

    aah Champion <3 De du nämner är bra grejer och listan av bra band kan bli hur lång som helst. Fick begränsa mig.

  2. Just when I thought there was nothing new in pumpkin recipes, along comes this delicious-looking one. I have six small pumpkins just waiting for a starring role!!Best,BonnieBonnie recently posted..

  3. In these days of austerity as well as relative anxiety about getting debt, some people balk contrary to the idea of employing a credit card to make acquisition of merchandise or maybe pay for any gift giving occasion, preferring, instead only to rely on this tried and also trusted method of making transaction – cash. However, if you possess cash available to make the purchase in whole, then, paradoxically, that is the best time for them to use the card for several factors.

  4. jörg huwe sagt:

    “For the non-math people, that’s [3/8 of an onion] a quarter plus a quarter of another quarter.”Lubos, it looks like the math challenge is on the other foot. Three-eights would be a quarter plus HALF of another quarter.

  5. She just jumped on the I/P conflict issue the last few years. Had some questions about her intentions. Medea (media) attention etc. Had to be fully aware of these injustices before two years ago But clearly has put her own life on the line…here. Surely can not just be about media attention when you go this far. When this woman jumps in she jumps in all the way

  6. Memaknai Kebebasan Berekspresi Internet | Catatan Motivasi Blogging Indonesia I was suggested this blog by my cousin. I am not sure whether this post is written by him as no one else know such detailed about my problem. You’re amazing! Thanks! your article about Memaknai Kebebasan Berekspresi Internet | Catatan Motivasi Blogging Indonesia Best Regards Veronica Cassetta

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