Zurück zum Ursprung – Marathon in Ulm um Ulm und um Ulm herum

Eine grandiose Geburtstagsüberraschung gab es für Lutz Michaelis, als ihm seine Freunde die Teilnahme am Ulmer Einstein-Marathon 2013 schenkten – und nicht nur das: ein ganzes langes Wochenende in der Stadt, in der er einst vor 50 Jahren geboren wurde.

Ulm ist eine mittelgroße Stadt am Oberlauf der Donau mit viel Geschichte, toller neuer Architektur, genialer Verbindung von beidem, extrem netten Menschen und nicht zuletzt einem perfekt und liebevoll organisierten Marathonwochenende, genannt EINSTEIN MARATHON.

Also machten sich Freitag mittag folgende LC Linzer auf den Weg, den Ulmern zu zeigen, wer an der Donau die Hosen anhat. Ulli Puchner und Harald Schrenk, die sich beide uneigennützig in den Dienst der Sache stellten, die da hieß: Bringt den Lutz ins Marathonziel. Ursula und Andreas Dallamassl, Ursula als unser neuestes Mitglied und Frau unseres Marathon-Doc und großen Routiniers mit allerdings leider sehr durchwachsener Vorbereitung. Nicht zu vergessen el Presidente Gert Pointner, eben genesen nach einer langen Verletzungspause und mit einer neuen Blessur außer Gefecht. Gert erstaunte uns jedoch wieder mal – mit seinem bisher geheim gehaltenen Hobby des „Kanaldeckel-sammelns“, allerdings gottseidank nur per Foto. Die Zielkanaldeckel des Marathons waren aber sogar für Gert unerreichbar. Und dann noch der Jubilar mit Frau Bettina, die leider läuferisch wie Gert auf Sparflamme unterwegs ist.

Quartier bezogen wir im „Schiefen Haus“, dem „schrägsten“ Hotel Ulms, wenn nicht der Welt, einem alten Fachwerkbau, toll renoviert. Was blieb, waren die schiefen Wände und Böden. Genial.

Samstags nach dem Frühstück ging‘s zum Aktivieren an die Donau zum 45min Läufchen, bei dem Bettina und Gert einerseits und Ulli, Harald, Andreas und Lutz andererseits die Gruppettos bildeten. Danach machten sich die Läufer – und Gert, der aufpasste, dass alles seine Richtigkeit hat – auf zur Marathonmesse, um die Unterlagen abzuholen. Derweil machten sich sämtliche Frauen auf, die Geschäfte Ulms leerzukaufen. Unnötig zu sagen, dass die Damen noch nicht zurück waren, als wir nach einigen Stunden zurückkehrten.

Der Sonntag: die Schlagrichtung war klar, Andreas wollte locker unter 3:20 Stunden finishen und Lutz ca. im Rahmen des 4er-Schnitts – vor allem aber ins Ziel kommen. Und da kamen Ulli und Harald ins Spiel: Harald als Tempomacher für die ersten 27 km und Ulli als Motivatorin auf dem Bike für den Rest der Strecke. Beiden gilt mein höchster Dank, besser hätten es beide nicht managen können. Los ging‘s um 9:00 Uhr bei leider sehr kaltem und windigen Wetter, das der Muskulatur schon sehr bald zusetzte. Schon nach 13km zeigten sich erste Verkrampfungen bei Lutz, die uns zwangen, das Tempo zu drosseln. Erst bei km 23 legt sich das Problem und es begann zu „rollen“. Harald verabschiedete sich nach perfekter Tempoarbeit und übergab an Ulli, die sogleich die Parole ausgab: „Die vor uns holen wir uns noch !“

Derweil spulte Andreas seine Kilometer exakt nach Plan ab, ohne jegliche Probleme finishte er glücklich in 3:17 Stunden. Lutz, bei der Hälfte noch 17-er begann mit der Aufholjagd. Da gleichzeitig die zweite Hälfte des Marathons fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit in den Donau- und Illerauen stattfand, mit Rampen und Gegenwindstrecken, teilweise auch crossähnlicher Aulandschaft bestückt, war die Zeit zur Nebensache geworden. Nun ging es richtig zur Sache. Einer nach dem anderen kam in Sicht, kam näher, wurde überholt und war bald wieder außer Sicht. Ein kleines Problem bei km 34 – ein Stein im Profil wurde von Ulli souverän relativiert mit dem Gert-Zitat „Besser als am Schädl“. Fortan hielt Lutz den Mund, vor allem, als sich bei km 39 die Wadeln meldeten. Wusste er doch um Ullis herausragende Fähigkeiten, dieselben firiz’richtn. Insgesamt 9 Läufer wurden in 16km überholt, sodass am Lutz am Ende als Gesamt 8. auf den Münsterplatz bei mehreren tausend Zuschauern einlief. Zeit: 2:48:34 Stunden. Fazit: Berlin wär vielleicht schneller gewesen, Ulm aber war ganz sicher schöner.

Zu den Ergebnissen.

Bericht von Lutz Michaelis

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